| > | Der Oesterreichische Alpenverein lehnt den Vorstoß der Tiroler Naturschutzlandesrätin (!) Anna Hosp (ÖVP) einer Novellierung des Gletscherschutzparagraphen, unterstützt durch den Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP), kategorisch ab. Durch die Aufweichung des Tiroler Gletscherschutzes wird eine der wichtigsten Bastionen des alpinen Naturschutzes und des naturnahen Alpintourismus brutal durchbrochen und eine neue Aufschaukelungswelle der Skigebiete in Tirol und alpenweit vom Zaun gebrochen. |
| > | Der Oesterreichische Alpenverein fordert die Einhaltung der im Jahre 2000 von der Tiroler Landesregierung für fünf Jahre beschlossenen Seilbahngrundsätze (2000-2004) mit der Respektierung des Gletscherschutzes und der naturschutzrechtlichen Festlegungen (z.B. bestehende Ruhegebiete). |
| > | Die eindimensionale Aufweichung bzw. Aufhebung des Gletscherschutzes in Tirol zur Genehmigung neuer Aufstiegshilfen gibt keine Antwort auf die Lösung der Zukunft des Tourismus im Pitz- und Kaunertal. |
| > | Für beide Tourismusintensivgebiete Pitz- und Kaunertal sind die im Tiroler Raumordnungsgesetz vorgesehenen „Raumordnungsprogramme für eine geordnete Tourismusentwicklung“ als Richtschnur für die weitere Entwicklung auszuarbeiten. Sie sollen die Basis für die weitere Diskussion sein. |
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Die (ski-)touristische Zukunftsnutzung soll Teil eines Masterplanes Tirol werden, in welchem u.a. Probleme wie die zunehmende Einsaisonalität in Richtung Wintertourismus, die Entwicklung von entwicklungsschwachen Regionen, Fragen der Klimaerwärmung und damit in Zusammenhang stehender Fragen der skitechnischen Erschließung und Beschneiung, die laufende Entwertung von alpintouristisch höchst wertvollen Arealen und Schutzhüttenbereichen, die Probleme des tourismusinduzierten Verkehrs, u.v.a.m. behandelt werden. Der OeAV erwartet sich die umgehende Beauftragung der Tiroler Raumordnungsabteilung mit der Ausarbeitung und Koordination eines Masterplanes für Tirol. |

