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Alpenvereins-Jugend
 
  

Nici Pederzolli

Der Kreischberg scheint Nici zu liegen! Vor 2 Jahren stand Nici ganz oben am Siegespodest, letztes Jahr konnte sie sich über "die Silberne" bei der WM freuen und vergangene Woche stand Österreichs Aushängeschild Nummer 1 in Sachen Freestyle einmal mehr am Siegespodest. Nici präsentierte dort auch ihre neuen Sponsoren Hervis und Limited4You. Aber nicht nur die Pipe liegt Nici - mit uns plauderte sie über Safety Standards und ihre besten Powderruns. Mehr dazu gibt es hier!



Zusammengefasst .....

Name Nici Pederzolli
Alter 29
Wohnort Innsbruck
snowboard seit 1989
disziplin Halfpipe, Slopestyle
Pro seit 1992
Bindungseinstellung 50cm (15°-3°)
Sponsoren Hervis, Limited4you, O`Neill, Swans, Toko
fav. Snowboardspot rund um Innsbruck, British Columbia
fav. Sound ausser Techno alles, je nach Stimmung
fav./best trick Mc Twist
Lieblingsgetränk Wasser und Wein
Lieblingsspeise Vegetarisch
hobbies Mountainbiken, Klettern, Surfen,....Sport, Lesen,
Kochen
bes. Erfolg Vize-Weltmeister Halfpipe Kreischberg 2003

wenn du wählen könntest ....
einen Ort zum Leben Innsbruck
einen Film ein Märchen zum Träumen
ein Buch Der Alchimist
eine Philosophie meine eigene

Was bedeutet für dich persönlich Snowboarden?
Gott sei Dank ist Snowboarden immer noch die schönste Sportart für mich. Seit fast 12 Jahren bin ich nun "snowboardmäßig" unterwegs, sei es zum Contest fahren, fotografieren oder unterrichten.
Und immer noch, mich wundert es manchmal sogar selbst, macht es mir so großen Spaß. Ich glaube, das liegt daran, dass Snowboarden so vielfältig und abwechslungsreich ist, man eigentlich nie auslernt und der Reiz nicht verloren geht.
Außerdem: Was gibt es schöneres als einen Powdertag in den Bergen?

Stichwort Powder - Wenn du dich zurückerinnerst an die letzten Jahre, gibt es einen Snowboardtag, den du nie vergessen wirst?
Die Powdertage beim Helisnowboarden in Canada werden mir immer unvergessen bleiben. Die Weite und Schönheit der Berge und der traumhafte Schnee haben mich fasziniert.

Wie gehst du mit Risiko um? Was ist für dich positiv am Risiko?
Aufgrund meiner Verletzungen und meines Alters bin ich sicher viel überlegter geworden und versuche das Risiko, so gut es geht, zu minimieren.
In Situationen, in denen ich mich aber gefordert fühle und ich in welcher Form auch immer, weiterkommen will, ist Risiko zu nehmen unabkömmlich, das gehört einfach dazu.
Im Gelände gehe ich überhaupt kein Risiko ein. Ich kenne einfach zu viele gute Leute, die in den Bergen verunglückt sind.

Was sind deine persönlichen "Safety Standards" für einen perfekten Powdertag?
Zum Powdern habe ich meinen Ortovox Rucksack mit eingebautem Rückenschutz dabei. In dem befindet sich ein Erste Hilfe Set, eine Sonde und eine Schaufel.
Außerdem trage ich natürlich ein Verschüttetensuchgerät und meistens habe ich auch einen Helm auf.

Was sollten deiner Ansicht nach unbedingt beachtet werden, wenn man im
Backcountry unterwegs ist?

In erste Linie sollte man wie oben beschrieben ausgerüstet und nicht leichtsinnig sein. Die Gefährlichkeit eines Hanges oder eines Cliffs ist oft schwer einzuschätzen.
Meiner Meinung nach sollte man sich im ungesicherten Skiraum nicht alleine bewegen, sondern einen Bergführer oder Snowboardguide zu Rate ziehen.
Seit ich selbst im Rahmen der staatl. Snowboardlehrer Ausbildung in Lawinenkunde unterrichtet wurde, bin ich noch viel vorsichtiger geworden.

Wie siehst du den Zusammenhang von FreerideVideos und Unfällen in den Bergen? In Freeride Videos werden teilweise zu extreme Sequenzen gezeigt.
Viele Jugendliche können die Gefahren dann nicht mehr abschätzen, weil sie am TV oft so harmlos dargestellt sind.....wie z.B. das Herausfahren aus einer Lawine.
Da muss man schon ein extrem guter Snowboarder mit viel Erfahrung sein, dass man in so einer Situation richtig und schnell reagiert.

Du bist vor einigen Jahren mit einigen anderen Mädels vom höchsten Berg Europas geboardet - was war dafür für eine Vorbereitung notwendig, was das Besondere dran? Gibt es da noch andere Berge, die dir mehr abverlangt haben bzw. die Herausforderung grösser war ?
1997 war ich am Mount Blanc. Ich hatte damals insofern keine Vorbereitung, da ich bei der Tour für ein anderes Mädchen eingesprungen bin, mich dann innerhalb von 2 Tagen entschieden habe und nach Chamonix gefahren bin. Vorort hatte ich einen Tag Zeit, mich zu akklimatisieren.
Deshalb war der Aufstieg und die gesamte Tour schon sehr anstrengend für mich, aber ein wunderschönes Erlebnis, dass ich auf keinen Fall missen möchte.
Im gesamten gesehen, war das schon der Berg, der mich am meisten Kraft gekostet hat.
Einzelne Abfahrten in Kanada oder im Kaukasus waren zum damaligen Zeitpunkt
aber eine größere Herausforderung.

Bist du selbst schon mal beim Powdern in eine brenzlige Situation gekommen?
Bei einem Foto Shooting für O`Neill im Mont Blanc Massiv habe ich einen Hang gequert, der dann komplett unter mir weggebrochen ist. Gott sei Dank konnte ich noch rechtzeitig abbremsen und hab dann mit zittrigen Knien den Schneemassen nachgeschaut.
Eigentlich war die Situation nicht so gefährlich, aber mir hat es als Erfahrung genügt.

Wenn ja - was waren Deine Konsequenzen daraus?
Vorsichtig war ich sowieso immer schon.

Deine "PowderMessage" an die Leser:
Kein Powder Hang ist es wert, sein Leben zu riskieren- auch wenn er einen noch so reizt!



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