Positionspapier Partizipation
(Autorinnen Mag. Beate Einetter und Angela Pittl)
1. Präambel
Partizipation ist das Teilhaben von Mitgliedern einer Gruppe an gemeinsamen Angelegenheiten. Beziehen wir uns auf die Stufen von Partizipation nach Hart (PDF, 70 KB), so soll diese bei Mitwirkung und Mitbestimmung beginnen und kann in Selbstbestimmtheit und in Selbstverwaltung münden. Eine aktive Einbeziehung der Menschen mit ihren Ressourcen ist dabei grundlegend. Zum Aspekt des Miteinbeziehens kommt der Aspekt der Mitbestimmung hinzu.
2. Forderung
• Jugendliche, Familien, etc. sind ExpertInnen für ihre Lebenswelt und sollen mit ihrem Wissen und Können an gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen „teilgeben“ bzw. teilhaben.
• Wir halten es für wichtig, dass es den Raum für „jugendliches Erfahrungen sammeln“ gibt, den es für die Entwicklung eines „sich selbst Bewusstseins“ braucht.
• Partizipative Jugendarbeit soll Jugendliche auf ihren Entwicklungswegen beg-leiten.
• Damit soll für junge Menschen der Prozess des „sich selbst Vertrauens“ möglich und bei Bedarf unterstütz werden.
3. Folgerungen
• Als ExpertInnen für ihre Lebenswelt sollen Jugendliche Jugendarbeit mindestens aktiv mitgestalten und wenn möglich mitbestimmen können.
• Jugendlichen soll Erfahrungsraum zur Verfügung stehen, den sie für die Entwicklung eines „sich selbst Bewusstseins“ brauchen.
• Jugendlichen sollen Beg-leitende zur Seite stehen, die wachstumförderndes Feedback geben und den Jugendlichen im Gewinn ihres „sich selbst Vertrauens“ Orientierung anbieten können.
• Wir als Beg-leitende brauchen eine grundlegende Bereitschaft uns zu bewegen und vor allem auch bewegen zu lassen.
• Beg-leitende haben bei der Förderung von Partizipation die Aufgabe, die Vorstellungen von Menschen ernst zu nehmen und zu entwickeln.
Beispiele: P.U.L.S - Projekt, Lehrgang "Jugendarbeit begleiten"
4. Konsequenzen
• Wir wollen Menschen, die Jugendliche auf ihren Entwicklungswegen beg-leiten, dazu befähigen, Jugendarbeit partizipativ zu leben.
• Wir vermitteln Inhalte, die Partizipation als Geisteshaltung verständlich machen.
• Wir vermitteln Inhalte, die Partizipation in ihren verschiedenen Stufen nach Hart erfahrbar machen.
• Wir vermitteln Inhalte, die Partizipation mit jungen Menschen lebendig werden lassen. Damit sind Methoden gemeint, die „Teilhaben“ und „Teilgeben“ praktisch umsetzbar machen.
• Dabei ist uns wichtig, dass Teile der Weiterbildung bereits partizipativ ablaufen!
• Durch partizipative Jugendarbeit und damit durch Mitentscheidung, Selbstbestimmung und Mitgestaltung der Beteiligten wollen wir über Mitverantwortung aller eine Ressourcenoptimierung erreichen.
• Mit partizipativer Jugendarbeit wollen wir erreichen, dass auf dieser Basis getroffene Vereinbarungen und Lösungen längerfristig sind und von den Beteiligten mitgetragen werden!
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