Positionspapier Nachhaltigkeit
(Autorin Dipl. Bio. Sybille Kalas)
1. Präambel
„Wir müssen uns zusammen tun, um eine nachhaltige Weltgesellschaft zu schaffen, die sich auf Achtung gegenüber der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet.“ (Erd-Charta, zit. Nach Günter Altner).
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ (Brundtland-Report, zit. nach „Jugend und Nachhaltigkeit“, bjv).
» Unsere Arbeitsfelder bieten Möglichkeiten, an den komplexen Aufgaben einer Bildung für nachhaltige Entwicklung mit zu arbeiten.
2. Forderung
• Menschen brauchen ein gewisses Maß an sozialer und ökonomischer Sicherheit, Anerkennung und Wertschätzung, um im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung handeln zu können und zu wollen.
• Zusammenhänge im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich müssen erkannt und in ihren Auswirkungen verstanden werden können.
• Voraussetzungen zur Erhaltung und Förderung körperlicher, psychischer, emotionaler Gesundheit und Entwicklung müssen geschaffen werden.
• Natürlicher Lebensraum muss als Wert an sich erlebt werden können.
• Kooperation und Partizipation auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens müssen als sinnvoll und erwünscht erlebt werden können.
3. Folgerung
Wir sehen es als gesellschaftliche Aufgabe an, an einer soliden Basis in sozialer, emotionaler, psychischer, intellektueller und kultureller Hinsicht mit zu arbeiten.
Kindern und Jugendlichen sollen vielfältige Freiräume gewährt werden, in denen sie in eigenverantwortlichem Handeln Erfahrungen mit den Themen einer „nachhaltigen Weltgesellschaft“ im Sinne der Erd-Charta sammeln können.
4. Konsequenzen
• Wir wollen einen bewussten Umgang mit z.B. Ernährung, Ressourcen, Energie, Mobilität, etc. vorleben (z.B. auch in den Angeboten unserer Standorte).
• Wir sehen Natur-Beziehung als Ziel einer ganzheitlichen Umwelt-Bildung. Sie soll eine Lebens-Grund-Stimmung schaffen; soll von der Verpflichtung, sich für „Umwelt“ verantwortlich zu fühlen zum Gefühl führen, nicht „der Natur“ gegenüber, sondern mittendrin zu stehen.
• Wir wollen das „Projekt Familie“ stützen und diese (und entsprechende) Sozialstrukturen als Basis für vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten schätzen.
• Wir wollen Freiräume öffnen, in denen Menschen jeden Alters vielfältige, nachhaltige Erfahrungen in physischer, psychischer, emotionaler, intellektueller Hinsicht machen können.
• Wir wollen Einmischung und Mitgestaltung fordern und fördern (Umweltbaustellen, Bergwaldprojekt, Naturschutz).
• Wir arbeiten nach den Prinzipien von Partizipation, Integration, Prävention.
• Wir arbeiten an der Erweiterung unserer fachlichen Kompetenzen und unseres Fachwissens auf den Gebieten von Ökologie, Ökonomie, Biologie, Naturschutz, …. und bieten Aus- und Weiterbildungen an.
Wir nehmen Bedacht auf die gegebene Situation von Kindern und Jugendlichen und reagieren darauf:
• Wir schaffen den Rahmen für partizipative Programmgestaltung
• Wir geben Zeit-Räume und Frei-Räume
• Wir bieten die Lern-Räume „Natur“ und „Gruppe“ an
• Wir unterstützen eigenmotivierte Unternehmungen und arbeiten für einen Transfers in den Alltag
• Wir lassen Risiko zu und erwarten eigenverantwortliches Handeln
• Wir machen vielfältige Bewegungsangebote
• Wir bemühen uns um kompetente fachspezifische Antworten
• Wir bieten keine „all-inclusive-Animations-Programme“
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