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Alpenvereins-Jugend
 
  

Naturerfahrungen in der Schule integrieren

Erstmals ein Kreativ-Konzept für die 1. Klasse der HAS Bregenz - Das Natur-Erlebnis in den Unterricht einbeziehen mit:
· Arbeiten mit Schwemmholz, „Achbollen“ (= Steine) und Speckstein
· Filzen mit Wolle aus Naturfarben
· Fotografie: Objekte in der Natur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten
· Töpfern: Ton kennenlernen und modellieren
· Malen: auf Papier und Holz a Ausstellung

Zielgruppe:
Handicaps: übergewichtige Kinder ohne Bewegung; körperlich behinderte Schülerin,
60 % Migrantenkinder mit sozio-ökon. Benachteiligung.

Institution / ProjektleiterIn:
Institution: BHAK/BHAS Bregenz
Projektleiterin: Mag. Hildegard Schüssling, in Zusammenarbeit mit Mag Maria Hörtnagl, Mag. Martina Pfurtscheller, Mag. Thomas Schelling, FOL Ilse Michlbauer

Zielsetzung:
Situation: HAS-Schülerinnen (14 – 16 Jahre) mit geringen Leistungsreserven;
regelmäßige Nachmittagsförderung, auch im kreativen Bereich
Ziel:
· Förderung der Naturbeziehung durch Arbeiten mit Naturmaterialen: Schwemmholz, Steine, Wolle, Speckstein, Farben, Fotos, Ton
· Bestärkung der handwerklichen Fähigkeiten der SchülerInnen durch Impulse der LehrerInnen
· Soziales Lernen als Gruppenprozeß auf der handwerklichen Schiene
Maßnahme: kreatives Gestalten mit Naturmaterialien als Naturerfahrung

Kurzbeschreibung:
Inhalte: 6 Kreativbereichs-Angebote:
1. Sammeln von Schwemmholz und von Wasser geformten Steinen (Achbollen) an der nahegelegenen Ache; sensorische Wahrnehmung der Materialien; Gestaltung von Bodenbildern mit Ästen, Laub, Steinen; kreatives Bemalen von Holz und Steinen
2. Bearbeitung von Speckstein mit Hilfe von Säge, Feile, Hammer a Erzeugung von Alltagsgegenständen und schmucken Dekorationen
3. trockenes Filzen (mit Nadel) und nasses Filzen (mit Seife): aus Naturmaterialien gefärbte Wolle wird der Jahreszeit gemäß (Okt – Dez) zu (weihnachtl.) Dekoration verarbeitet
4. Fotografie: Schüler machen digitale Naturfotos rund um die Schule. Schule stellt Kameras zur Verfügung. SchülerInnen bearbeiten Fotos am Computer, die später die weißen Schulgänge beleben.
5. Malen: Farbwahrnehmung, Wirkung der Farbe, Maltechnik; malen auf Papier und Holz
6. Töpfern: Kennenlernen des Materials; modellieren kl. Gefäße; Brand- und Glasurtechniken
Ort: Sammeln der Materialien und Fotos in der Natur (Bregenzerach-Ufer, Auwald)
Bearbeitung in der Schule a ein Kreativraum wurde extra geschaffen: Wasserzugang, leicht zu reinigende Bodenflächen, genug Platz an großen Tischen
Zeitrahmen: Die SchülerInnen verbringen je 2 Monate = 20 Stunden bei einem Kreativ-Angebot und wechseln dann zum nächsten.

Besonderheiten:
· Erlebnisorientierung: Die SchülerInnen erhalten Freiräume im Gestalten und erleben Wertschätzung für ihre kreative Arbeit, nicht nur von den verantwortlichen LehrerInnen, sondern auch von anderen (neidischen) SchülerInnen. Die TeilnehmerInnen erfahren Anerkennung und begreifen, dass sie etwas können (im Gegensatz zur üblichen HAS-Botschaft).
· Die Beziehung zur Natur wird gestärkt: a Bachbett und Auwald als Ressource; a Wollbearbeitung als sensorischer und farblicher Impuls; aNaturumgebung als Fotomotiv; a Ton als verarbeitungsfähiges Material „begreifen“
· Gruppe (Klasse) hat sich neu formiert und ist viele Stunden am Tag zusammen (8.00 – 16.30); daher großes Augenmerk auf gut funktionierende Beziehungen der SchülerInnen unter einandera ideale Gruppengröße: 8; Teamtraining in Kleinformat, weil sich die SchülerInnen gegenseitig helfen, von einander abschauen, sich gegenseitig anleiten.
· Teilnahme einer Schülerin mit Ganzbein-Prothese
· Kompetenzförderung durch ein breit gefächertes Angebot


Hildergard Schüssling


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